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Bei
der Ankunft der Spanier im 14 Jh. war La Gomera in 4 Herrschaftsbereiche
eingeteilt, die von Königen beherrscht wurden. Sie entsprechen
in etwa der heutigen Verteilung von Valle Gran Ray, San Sebastian,
Vallehermoso und Hermigua. Schätzungen zufolge, waren damals
ca. 2000 Menschen auf La Gomera beheimatet, die in erster Linie
von der Weidewirtschaft und einer beginnenden Landwirtschaft lebten.
Auch Fischfang und Meeresfrüchte, die direkt an der Küste
gesammelt wurden, trugen zur Ernährung bei.
Zur
Zeit der Eroberung zwischen 1405 und 1407, wird immer wieder in
den verschiedensten Dokumenten auf den Reichtum der Kanaren an menschlicher
Ware hingewiesen und La Gomera fand sogar besondere Erwähnung
in diesen Zusammenhang. Die Versklavung der Inselbevölkerung
der Kanaren führte dann auch zu Widerstand und erbitterten
Kämpfen, als die Spanier mehrmals versuchten die Inseln zu
erobern. La Gomera, Gran Canaria und La Palma wurden zuletzt eingenommen.
Nicht nur einmal rebellierten die Ur-Gomeros gegen die Herrschaft
aus Spanien, die sich mit Versklavung und Willkür nicht nur
auf Kosten der Inselbevölkerung bereicherten, sondern auch
deren Zorn und Widerstandswillen zuzogen. Oftmals dauerte es Jahrzehnte,
bis sich auch die letzten Ureinwohner offiziell unterwarfen.
Einige
Herrscher, wie z.B. Hernan Peraza, gelangten hierbei durch ihr gewaltsames
Vorgehen zu trauriger Berühmtheit. Letzterer wurde 1488 von
der geschundenen Urbevölkerung während einer Rebellion
ermordet. Erfolgreicher als die Feldherren waren die Missionare
mit ihrer Arbeit, da bereits in einer Aufzeichnung aus dem Jahre
1419 aus dem Vatikan von einer kleinen christlichen Gemeinde auf
La Gomera gesprochen wird.
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