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Schon
früh in der Geschichte der Menschheit wurden einige Inseln
am Westrand der Welt erwähnt, die als elysisches Gefilde von
Homer, Platon und anderen frühzeitlichen Autoren beschrieben
wurden. "Dort wo das Paradies zu finden ist und Milch und Honig
fließen..." Diese Beschreibung setzte sich durch die
Zeit bis in das Mittelalter fort, indem Weltreisende wie Isidor
v. Sevilla, voll des Lobes über die ewig blühenden Gefilde
im Westen schrieben.
In den
nachfolgenden Jahrhunderten glaubten Chronisten und Historiker,
mit diesen Beschreibungen seien die Kanaren gemeint, die doch voll
und ganz der Vorstellung jener Zeit vom " blühenden Paradies
auf Erden" entsprachen. Doch nach neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnissen wusste man zu jener Zeit noch nichts von der Inselgruppe
im Westen von Afrika. Dies änderte sich erst mit den Expeditionen
und Reisen zu Columbus Zeiten, um Indien zu entdecken und daraus
folgend die Notwendigkeit, den Winden und Strömungen folgend
nach Westen zu segeln.
Archäologische
Funde und deren Datierung lassen den Schluss zu, dass die Kanaren
erst 500 v. Chr. besiedelt wurden. Ihre Wurzeln hat die altkanarische
Bevölkerung wohl in der Welt der Berberstämme im Westen
von Afrika. So soll der Name Gomera von dem im marokkanischen Rif
- Gebirge beheimateten "Ghomara" Volk abgeleitet worden
sein. Wie bei jeder Theorie finden sich allerdings auch hier Andersgläubige
und mit letzter Sicherheit wird sich dies wohl nicht klären
lassen.
"Die
alten Gomerer", so der Chronist Leonardo Torriani in seinem
Werk " Die Kanarischen Inseln und ihre Ureinwohner" (1590),
" waren hochgewachsene Männer, kräftig, gewandt,
kriegerisch und wenig sorgfältig in der Kleidung; sie waren
Götzendiener ... Ihre Kleidung bestand in der Bedeckung der
unanständigen Körperteile und der Umwicklung des Kopfes
mit einer Binde aus roter Farbe, die sie aus der Rinde eines Baumes
gewannen, der auch die Schminke ihrer Frauen lieferte. Sie liebten
die Einsamkeit sehr, wie Petraca im Buch "De Vita Solitaria"
erzählt.
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